zeit verfliegt.
Alles ist relativ

Ich bin mir ganz sicher, dass ich ganz objektiv urteile: In der Tagesschau gibt es mehr negative als positive Meldungen.

Vor etwa drei Wochen sprach ich mit einer jungen Redakteurin einer Lokalzeitung, die vorher u.a. in Madrid und dann in Bremen beim Weser-Kurier gearbeitet hat. "Ganz besonders bei den großen Blättern wurde schon extrem darauf geachtet, ob ein Unfall/Waldbrand etc. mit 25 oder mit 100 Toten auf die Titelseite kommt", erklärte sie mir.
Und wieder fühlte ich mich in meiner (subjektiven) Meinung bestätigt.

Ich bin ein bekennender Handball-Fan und stehe damit natürlich in der Kritik - letztendlich wegen des Bestechungsskandals. Ich kann es einfach nicht mehr hören dieses Wort: Bestechungsskandal.

Tatsache ist, dass die teils überkommerzialisierte Presse (DER SPIEGEL inlusive) Blut gerochen hat und nun den "Handball-Bestechungsskandal" zu ihrem Lieblingsthema erklärt hat.
Bei all den angeblich geflossenen Geldern und dem Schiedsrichterwesen in den Verbänden vergessen die Damen und Herren der Presse jedoch gerne, dass auch trotz der aktuellen Gegebenheiten immernoch guter Handball gespielt wird. Vielleicht besser als zuvor, denn jetzt muss sie diese komplette Sportart über ihre Leistungen definieren.

Tatsache ist, dass gerade in Zeiten dieses Skandals (oder sind es gleich mehrere) gerne die Erfolge vergessen werden - und das regt mich auf.

Hier nun zwei Bilder, die die Berichterstattung in beiden Fällen gegenüberstellen


Der angesprochene Bestechungsfall, zu dem Zeitpunkt auf Spekulationen beruhend und alles andere als handfest, bekommt in der Samstagsausgabe, also der Königsausgabe, auf Blatt 1 des Sportteils einen fünfspaltigen Bericht.


Der Sieg der Handball-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation gegen Rußland ist lediglich eine Randmeldung wert. Dabei gab es für diesen Tag kein einschlägiges Sportereignis zu melden (daher auch die Reportage über einen Box-Promoter)!

Ich schließe für mich, dass auch die Presse die Meinungsbildung der Menschen beeinflusst (oder beeinflussen will?) und ganz geschickt "sortiert".
Wie schrieb William Penn in "Früchte der Einsamkeit":
"Sei vorsichtig da, wo mehr Segel als Ballast vorhanden ist."

 

29.3.09 16:47
 


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