zeit verfliegt.
Vom Leben in Zonen

Meine Oma sagt es immer wieder gerne zu mir, dem verwöhnten Wessi: "Wir in der Zone, wir hatten nichts. Und Englisch haben wir auch nicht gelernt".

Das Leben in der Zone, das mus schon echt was gewesen sein. Ganz ehrlich, ich glaube, ich wäre auch geflohen, damals.
Aber heute ist das nicht mehr möglich. Ich nenne es Zone 2.0 - Zone reloaded. Ich weiß, klingt wie ein schlechter Film und manchmal wünschte ich, es wäre auch nur ein eben solcher, aber dann öffne ich die Augen und stelle fest: Nein, es ist Realität:

Seit geraumer Zeit sind sie der politische Gack schlecht hin und jedes mal, wenn ich diesen Begriff höre möchte ich mich schlapp lachen: Umweltzone.

Bis dato dachte ich, dass "Zone" der Begriff für ein sozialistisch geprägtes Staatsgebiet ist, oder, zumindestens nach Heiligendamm, eines, wo diktatorische Methoden verwendung finden.

Aber nein, Herr Tiefensee und wie sie alle heißen haben mich wieder einmal in ihrer altklugen Art eines besseren belehren können.

Umweltzonen, das ist die absolute Steigerung von Müll, obwohl man Müll (grammatikalisch gesehen) nichtmal steigern kann.
Kann mir bitte jemand die Logik dieses Krampfes erklären?
Jemand, der mit seinem Auto und der roten Plakette zu Punkt A will und der direkte Weg mit einer Umweltzone ausschließlich für die "grüne" Flotte reserviert ist, was macht er dann? Genau, er fährt einen Umweg. Und dabei bläst er noch mehr stinkende Abgase in die Atmosphäre...

Gratulation, die Werte um die Messstationen in den Umweltzonen sind gerettet und die EU kann den Kommunen nichts mehr, da heben wir doch was wir wollten: Versöhnliche Ergebnisse.
Was zählt, ist schließlich, was im Bericht steht!

19.3.09 16:48
 


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